ASB-Wünschewagen neben einer steinernen Friedhofsmauer

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Ein besonderer Besuch, der bewegt

Der Alltag auf einem Friedhof ist geprägt von Abschied, Trauer und stillen Momenten. Umso besonderer sind Begegnungen, die zeigen, wie vielfältig und wertvoll Erinnerungen an einen geliebten Menschen sein können.

Ein solcher besonderer Moment war der Besuch des Wünschewagens – Letzte Wünsche wagen.

Ein schwer kranker Mensch hatte einen persönlichen Wunsch: noch einmal das Grab eines geliebten Menschen besuchen und dort Abschied nehmen und gedenken zu können. Dafür wurden rund 400 Kilometer zurückgelegt.

Eine weite Strecke – aber wenn es darum geht, einen letzten Herzenswunsch zu erfüllen, wird Entfernung nebensächlich. Am Grab angekommen, wurde innegehalten. Erinnerungen wurden lebendig, Gedanken gingen zurück an gemeinsame Zeiten und ein geliebter Mensch wurde auf ganz besondere Weise in Erinnerung gerufen.

Möglich gemacht werden solche letzten Wünsche durch Spenden. Menschen schenken damit schwer kranken und sterbenden Menschen Zeit, Nähe und unvergessliche Augenblicke.

Für mich war dieser Besuch eine besondere Abwechslung im Friedhofsalltag. Er hat mir einmal mehr gezeigt, dass ein Friedhof nicht nur ein Ort des Abschieds ist. Er ist auch ein Ort der Liebe, der Erinnerung und des Gedenkens. 400 Kilometer für einen letzten Wunsch – und ein Moment, der bleibt.

Tobias Klemm

Zum Weiterlesen: Ein Gespräch mit unserem Friedhofsmeister Tobias Klemm.

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